Onkl Mozes (USA 1932) – Inhaltsangabe

Der Witwer Moses Melnik, etwa fünfzig Jahre alt, war einst aus Kusmin immigriert. Er ist in New York zu einer Größe in der Textilindustrie geworden. Von allen wird er nur Uncle Moses genannt, da er ausschließlich Landsleute in seinem Sweatshop beschäftigt, die jedoch unter den schlechten Arbeitsbedingungen leiden.

Während Moses selbstzufrieden in einem Restaurant sein Mittagessen einnimmt, beraten seine Arbeiter über einen Streik. Moses Vater, Alter Melnik, sympathisiert mit den Arbeitern. Er kann nicht verstehen, was aus seinem Sohn geworden ist. Sam, die rechte Hand von Moses und dessen Neffe, droht mit Kündigungen.

Als Moses zurückkehrt, widmet er sich zunächst dem Kusminer Rebben, der in die Fabrik gekommen ist: Übermannt von Nostalgie schreibt er ihm einen Scheck aus. Auch wickelt er telefonisch ein Kreditgeschäft ab, was mit Stolz erfüllt. Schließlich erscheint die naive, aber bildhübsche siebzehnjährige Masha, die Tochter von Aaron, einer von Moses’ Arbeitern, dem er zuvor fristlos gekündigt hatte. Sie bittet den Industriellen um ein Darlehen für ihren Vater, damit dieser ebenfalls einen Sweatshop aufmachen könne. Moses ist von Masha stark beeindruckt, besonders, als sie ihn wild beschimpft, nachdem Moses Aaron wieder einstellt, sich aber ihn Aaron lustig macht; er verliebt sich in sie. Masha aber liebt Charlie, einen jungen Mann, Gewerkschaftsaktivisten und Tenementnachbarn.

Moses geht Masha nicht mehr aus dem Kopf: Er lädt sich zum Schabbat bei ihr zu Hause ein, was große Aufregung im Tenement und dem ganzen Viertel verursacht. Mashas Eltern sind über Moses’ Zuneigung für ihre Tochter begeistert, wittern sie doch die Chance, davon zu profitieren, und das zu Recht: Moses überhäuft alle mit Geschenken.

Obwohl Masha Moses nicht liebt, geht sie eine Beziehung mit ihm ein, da ihr klar wird, dass ihre Familie von dieser Liaison nur profitieren kann. Moses seinerseits erlebt einen zweiten Frühling: Um der mehr als 30 Jahre jüngeren Frau zu gefallen, trainiert er seinen Körper, macht Diät, rasiert sich seinen Kinnbart ab. Sam ahnt, dass Masha ihn um sein Erbe bringen kann: Er versucht, Moses durch eine alte Geliebte erpressen zu lassen, doch der Plan misslingt. Charlie versucht noch einmal, Masha zurückzugewinnen, doch Mashas Mutter fürchtet um ihren durch Moses garantierten Reichtum und unterbindet jeden Kontakt. Unterdessen schwelt der Konflikt im Sweatshop weiter. Noch einmal gelingt es Moses, einen Streik abzuwenden, indem er den Rädelsführer entlässt und die Arbeitsbedingungen geringfügig verbessert.

Nach einem Jahr des gemeinsamen Ausgehens und Mashas 18. Geburtstag drängt Moses sie zur Heirat. Erneut an ihre Familie denkend, willigt sie ein. Nach der Tradition wird die Hochzeit in der Tenementwohnung ihrer Eltern gefeiert. Auf der Feier eröffnet Moses‘ Vater seinen Freunden, dass er bald zum Sterben nach Kusmin zurückkehren möchte und fordert sie auf, mitzukommen, was sie nach der Hochzeit in die Tat umsetzen.

Die Niederkunft Mashas naht. Moses, dessen Gedanken allein seiner jungen Frau gelten, vernachlässigt seine Fabrik, so dass es zum Streik kommt, den Sam wiederum durch Schläger niederknüppeln lässt. Nach der Geburt des Sohnes muss Moses jedoch einsehen, dass er sich Mashas Liebe nicht erkaufen konnte, dass sie immer noch Charlie liebt, der mittlerweile Gewerkschaftsführer geworden ist. Er lässt sie gehen. Als er auch noch erfährt, wie Sam in seiner Abwesenheit mit seinen Arbeitern umgegangen ist, sieht er, dass sein Lebenswerk in Trümmern ist. Gebrochen setzt er sein Testament auf, in dem er Masha und seinem Sohn die Hälfte vererbt und den Rest unter seinen Arbeitern, dem Schtetl Kusmin und Sam aufteilt und weist Sam an, für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen.

Am Ende besucht Moses, der seinem Vater immer ähnlicher wird, die Arbeiter im nun modernisierten Sweatshop. Den alten nign des Vaters singend, verlässt er die Fabrik, in der kein Platz mehr für ihn ist.

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