Mamele (PL 1938) – Inhaltsangabe

Khavtche hat ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprochen, ihre Rolle einzunehmen. Seitdem sorgt sie für die Familie, die aus ihrem Vater Berl, ihren Schwestern Yetke und Berta und ihren Brüdern Dovid, Zishe und Avraml. Zusammen wohnen sie in einer Mietkaserne in Lodz.

Ihre Tage sind hart: vor allen anderen steht sie auf, geht einkaufen, bereitet das Frühstück zu, weckt die Schlafenden, bringt dem Vater, der es vorzieht, nicht zu arbeiten, Kaffee ans Bett und Avraml in den kheder. Dorthin wird sie von Schlesinger begleitet, einem Nachbarn und Musiker. Ihm fällt auf, dass sie stets nur auf das Wohl der anderen bedacht ist, jedoch nie an sich selbst denkt.

Unterdessen trifft Berta in einem Café ihren Geliebten Max Katz, ein windiger Ganove, der sich mit ihr für den Abend verabredet und, nachdem sie zurück zu ihrer Arbeit in der Fabrik geeilt ist, zusammen mit anderen Gaunern einen Einbruch plant.

Khavtche findet im Wohnzimmer ihren Vater mit seinen Freunden vor; sie verlassen die Wohnung für ein Dominospiel. Khavtche besorgt unterdessen den Haushalt. Dabei leistet ihr die Nachbarin Balke Gesellschaft, die unglücklich in Dovid verliebt ist. Khavtche spendet ihr Trost indem sie sagt, dass die beiden heiraten werden. Auch ihre Schwester Yetke will Khavtche verheiraten und versucht, sie für Schlesinger zu interessieren. Doch diese will nicht, weil er arm ist.

Am Abend trifft kommt die Familie wieder zusammen; Yetke und Berta bezahlen ihr wöchentliches Haushaltsgeld; Berta will Khavtche eine Schürze schenken, was die jedoch ob des zu hohen Preises ablehnt. Während Berta für ihre Verabredung mit Max Katz zum Friseur geht, essen die anderen mehr oder weniger nach einander zu Abend. Denn auch Zishe geht noch einmal weg und Khavtche muss Avraml vom Kheder abholen. Unterdessen kommt Max Katz, um Berta abzuholen. Vor dem Haus trifft er auf Zishe, dem er eine Nachricht an seine Ganovenfreunde mitgibt.

Berl Zamet ist sichtlich beeindruckt von Max Katz, besonders, weil dieser ein Auto hat. Khavtche kommt Katz windig vor und sie will unbedingt verhindern, dass Berta mit ihm zwei Nächte lang wegbleibt, was den Vater hingegen überhaupt nicht stört. Sie macht sich fertig, um die beiden als Anstandsdame zu begleiten, hat aber nichts anzuziehen, so dass sie ihre Schwester ziehen lassen muss.

Unterdessen wird Zishe im Kaffeehaus von der Ganovenbande willkommen geheißen und mit Schnaps abgefüllt. Nachts macht sich Khavtche Sorgen um Zishe, der schließlich volltrunken nach Hause kommt. Als sie ihn zu Bett bringt, entdeckt sie eine Einbruchskizze in seiner Jackentasche. Währenddessen durchtanzt Berta, ebenfalls volltrunken, die Nacht mit ihrem Geliebten.

Beim Laubhüttenfest wird Dovid endlich auf Balke aufmerksam und Schlesinger auf Khavtche. Während des Festes soll auch der Einbruch stattfinden, was Khavtche jedoch verhindert. Sie setzt auch der Beziehung zwischen Max Katz und Berta ein Ende, indem sie ihn zwingt, einen Abschiedsbrief zu schreiben.

Dovid und Balke heiraten und Khavtche darf an der Feier nicht teilnehmen, weil sie die Wohnung hüten soll. Doch Schlesinger besucht sie, da er sich in sie verliebt hat. Mittlerweile ist er jedoch auch für Yetke und Berta interessant geworden, weil er eine Anstellung als Konzertmeister im Kurorchester von Ciechocinek bekommen hat. Berta überredet ihre kleine Schwester, ein Rendezvous mit ihm zu arrangieren, wozu Khavtche schweren Herzens einwilligt, da sie Schlesinger liebt. Berta wird Zeugin ihrer Unterhaltung, wobei sie auch erfährt, dass Khavtche Max Katz vergrault hat. Wütend stellt sie sie zur Rede. Auch die anderen Familienmitglieder beschuldigen Khavtche. Doch dieser ist die ewige Undankbarkeit genug und sie geht mit Schlesinger nach Ciechocinek, wo sie ein quasi mondänes Leben führen kann.

In ihrer Abwesenheit gerät der Haushalt aus den Fugen. Die Familie kommt nach Ciechocinek, um Khavtche zur Rückkehr zu bewegen. Sie willigt ein, nimmt aber Schlesinger mit, den sie am Ende heiratet.

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