Der Purimshpiler (PL 1937) – Inhaltsangabe

Der Wanderarbeiter Getsl gelangt in ein Schtetl auf der Suche nach Arbeit. Seine Suche ist erfolglos, bis er von der Frau des Schusters Reb Nukhem einen Zuber Abwaschwasser ins Gesicht bekommt. Reb Nukhem sieht sich genötigt, Getsl einzustellen. Getsl nimmt das Angebot an, als er mitbekommt, dass die schöne Esther, der er zuvor bei der Apfelernte begegnet ist, Reb Nukhems Tochter ist.

Reb Nukhem bereut die Einstellung nicht, da er sich auf einmal kaum vor Aufträgen retten kann. Auch Getsl ist zufrieden, der viel Zeit mir Esther verbringen kann. Er hat sich in sie verliebt, doch ihm wird bald klar, dass seine Liebe nicht erwidert wird, er will aber die Hoffnung nicht aufgeben. Seine Hoffnungen zerschlagen sich vollends, als ein Zirkus ins Schtetl kommt und Esther Dick kennenlernt, der beim Zirkus arbeitet.

Dick ist ein Aufschneider und Wichtigtuer, doch Esther verliebt sich in ihn und die beiden werden heimlich ein Paar. Einen Tag, bevor der Zirkus weiterfährt, kommt Reb Nukhem seiner Tochter auf die Schliche und verbietet ihr, sich von ihrem Geliebten zu verabschieden; auch diesem fällt die Trennung sehr schwer, da er Esther inzwischen liebt.

Unverhofft wird Reb Nukhem reich, als er eine Erbschaft eines amerikanischen Onkels antreten kann. Auf einmal gehört er zu der Oberschicht des Schtetls, obwohl die alten balebatim nur so tun, als würden sie ihn akzeptieren. Reb Nukhem will seine neue soziale Stellung festigen und Esther mit dem etwas debilen Sohn eines balebos verheiraten. Zur Verlobung, die an Purim stattfinden soll, engagiert er Getsl für ein purimshpil. Getsl nimmt erst an, als der Großvater ihm zu verstehen gibt, dass Esther ihn gerne sehen würde.
Das purimshpil als Rahmen nutzend, beleidigt Getsl den Bräutigam und bringt die Verlobung zum Platzen. Wütend jagt ihn Reb Nukhem aus dem Schtetl. Esther, die auf keinen Fall den für sie vorgesehenen Mann heiraten will, schließt sich Getsl an. Doch ihre Hoffnung, dass Getsl bald eine Arbeit finden und beide weg von der Straße kommen könnten, zerschlägt sich. Zufällig kommen sie an einem Musiklokal vorbei, in dem Esther Dick auf der Bühne erblickt, der in einem Lied seiner Sehnsucht nach ihr Ausdruck verleiht.

Überglücklich verbringen Dick und Esther den Abend und vergessen dabei völlig Getsl, der sich irgendwann davon macht.
Zeit vergeht. Esther und Dick sind mittlerweile verheiratet, da treffen sie Getsl wieder, der immer noch als obdachloser Tagelöhner umherzieht. Gönnerhaft nimmt Dick ihn auf.

Folgt eine glückliche Zeit zu dritt: Getsl wird, da kein ernsthafter Konkurrent, von Dick akzeptiert. Als sie eines Abends zu dritt in einem Lokal zusammensitzen, wird Esther von Sehnsucht nach ihrem Schtetl übermannt und singt ein nostalgisches Lied. Dick bringt sie mit dem Lied auf die Bühne und sie hat Erfolg. Während der Vorstellung verlässt Getsl das Lokal.

Getsl geht zurück ins Schtetl, wo die Geschichte ihren Anfang nahm. Der aufgeregte Mob treibt ihn zu Reb Nukhems Haus; alle wollen wissen, wo Esther ist. Doch Getsl schweigt, will auch dem Rabbiner nichts sagen. Als es schon beinahe zum Tumult und Schlägerei kommt, erreicht die Kunde von Esthers Rückkehr die erhitzten Gemüter. Weinend fallen sich Mutter und Tochter in die Arme. Reb Nukhem reagiert zunächst abweisend auf seinen Schwiegersohn. Doch das Eis zwischen den beiden ist schnell gebrochen.

In der allgemeinen Versöhnungsstimmung verlässt Getsl das Schtetl.

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