Amerikaner Shadkhen (USA 1940) – Inhaltsangabe

Nat Silver, ein arrivierter, assimilierter amerikanischer Jude, der es zum reichten Kleiderfabrikanten gebracht hat, feiert in seinem Penthouse an der Upper East Side seine achte “Bachelor Party” im Kreise seiner Freunde. Alle anderen Hochzeiten sind in letzter Minute geplatzt. Doch diesmal ist sich Nat seiner Sache sicher: In zwei Wochen wird er endlich heiraten. Nach der Feier wird Nat mitten in der Nacht von einem wildfremden Mann aus dem Schlaf gerissen, der sich als die Jugendliebe seiner Verlobten entpuppt. Mit der Drohung, seinem Leben im Hause des Industriellen ein Ende zu setzen, versucht er Nat von seinen Heiratsplänen abzubringen. Resigniert lässt sich Nat durch Maurice, seinem Butler und Freund dazu bewegen, auch diesmal die Hochzeit abzusagen.

Tags darauf besucht Nat seine traditionelle Mutter und eröffnet ihr und seiner assimilierten Schwester Elvie, dass auch seine achte Hochzeit geplatzt ist. Elvie kann nicht umhin, sich über ihren Bruder lustig zu machen. Nachdem sie gegangen ist, erzählt Nats Mutter dem Unglücklichen von dessen Ähnlichkeit mit seinem Onkel Shaya aus dem Schtetl, der, wie Nat, kein Glück bei Frauen hatte obwohl er gut aussah und intelligent war. In seiner Not wurde er zum shadkhen (Heiratsvermittler), in der Hoffnung, dabei selbst eine Braut zu finden.

Von der Geschichte seines Onkels inspiriert, beschließt Nat ebenfalls, sein Glück als shadkhen zu versuchen. Er lässt durch Maurice bei Familie und Freunden die Nachricht verbreiten, dass er nach Europa gereist sei, richtet aber unter dem Pseudonym Nat Gold in der Bronx ein großzügiges Büro ein, in dem er sich als “Advisor for human relations” betätigt.

Schnell wird sein professionell betriebenes Etablissement so populär, dass die alteingesessenen shadkhonim um ihr Einkommen fürchten. Nat stellt sie kurzerhand an. Das Büro läuft gut und der Bekanntheitsgrad von Nat Gold ist schließlich derart groß, dass sogar seine Schwester ihn aufsucht, um eine Partnerin für ihn, Nat, zu suchen, nicht ahnend, dass er und Gold identisch sind. Tief bewegt von diesem Liebesbeweis gibt sich Nat zu erkennen, verlangt aber, dass sie Stillschweigen bewahrt.

Kurz darauf wird Elvies Wunsch von einer passenden Partnerin für ihren Bruder Wirklichkeit in Gestalt der schönen Judith, für die Nat im Auftrag ihrer Mutter einen Bräutigam suchen soll. Er verliebt sich in sie, behält seine Gefühle aber für sich und versteift sich stattdessen darauf, einen anderen als sich selbst für sie zu finden. Judith ihrerseits signalisiert schnell, dass sie sich ebenfalls für ihn interessiert; ihre offensichtlichen Avancen bleiben von Nat jedoch unbemerkt, so dass sie schließlich einwilligt, einen gewissen Milton Geller, den Nat für sie ausgewählt hat, zu heiraten.

Am Tag der Hochzeit, die Nat sich nicht nehmen lässt, selbst auszurichten, erreicht ihn ein Telegramm des Verlobten, der ihm eröffnet, dass er mit dem Geld, dass ihm Nat vorher für die Heirat gezahlt hat, nach Südamerika getürmt ist. Die Hochzeit droht somit zum Skandal und zur Schande für Judith zu werden. Da geht Judith in die Offensive und nötigt Nat, sie zu heiraten. Erst da wird Nat klar, dass Judith seine Liebe erwidert; beglückt führt Nat Judith unter die khuppah und sieht seinen größten Wunsch endlich erfüllt.

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